Ein eigener Pool im Garten steht für Erholung und Freizeit – bringt aber auch Verantwortung mit sich. Als Poolbesitzer sind Sie verpflichtet, für ausreichende Sicherheit rund um das Becken zu sorgen. Welche Regeln für die Poolsicherheit gelten und welchen Beitrag Poolsysteme dabei leisten können, zeigt dieser Beitrag.
Eine Poolabdeckung erleichtert den Alltag spürbar. Im geschlossenen Zustand hält sie Blätter und Insekten fern, reduziert die Verdunstung und trägt dazu bei, die Wärmeverluste des Wassers zu verringern. Besonders über Nacht macht sich das bemerkbar: Die Wassertemperatur bleibt stabil und der Energiebedarf zum Nachheizen sinkt. Auch aus Sicherheitsgründen ist eine Poolabdeckung wichtig. Sie ist gesetzlich zwar nicht vorgeschrieben, schränkt aber den Zugang zum Pool ein und kann unter bestimmten Bedingungen das Hineinfallen von Kindern und Haustieren verhindern.

Wichtig: Als Poolbesitzer tragen Sie die sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Das bedeutet, Sie müssen Maßnahmen treffen, damit andere Personen durch Ihren Pool möglichst nicht zu Schaden kommen. Besonders relevant ist das bei Kindern oder Personen, die Gefahren nicht richtig einschätzen können. Und das gilt übrigens nicht nur für Pools – auch Teiche, Wasserbecken oder sogar gefüllte Regentonnen können potenzielle Gefahrenquellen sein. Wird diese Pflicht vernachlässigt und es passiert ein Unfall, kann das je nach Situation rechtliche Folgen haben, etwa in Form von Schadensersatzforderungen oder weiteren Ansprüchen.
Kommt es zu einem Unfall, weil der Pool nicht ausreichend gesichert war, können Sie haftbar gemacht werden. Deshalb ist es sinnvoll, bereits in der Planungsphase eine passende Grundstückseinfriedung oder Zaunanlage in Kombination mit einer Poolabdeckung zu berücksichtigen. Entscheidend ist, dass Ihr Pool nicht frei zugänglich ist, und zwar auch dann nicht, wenn Sie selbst keine Kinder im Haushalt haben. Denn es lässt sich nie vollständig ausschließen, dass Unbefugte, insbesondere Kinder, Ihr Grundstück betreten.
Ein wirksames Sicherheitskonzept für den Gartenpool sollte immer aus mehreren aufeinander abgestimmten Maßnahmen bestehen. Dazu gehört zunächst, den Zugang zum Grundstück so gut wie möglich zu erschweren, etwa durch Zäune, abschließbare Tore oder eine dichte Bepflanzung. Ergänzend dazu sollte auch der Pool selbst abgesichert werden, beispielsweise durch stabile, geeignete Abdeckungen oder feste Überdachungen, die ein unbeabsichtigtes Hineingelangen ins Wasser verhindern können. Entscheidend dabei ist, dass ein freier Zugang zum Pool für Unbefugte nicht ohne Hausfriedensbruch möglich ist.

Gerade bei kleinen Kindern liegt die Verantwortung bei den Aufsichtspersonen. Sie müssen dafür sorgen, dass Kinder nicht unbeaufsichtigt in gefährliche Situationen geraten.
Mit einem Pool erhöhen sich die Risiken auf Ihrem Grundstück – und damit auch mögliche finanzielle Folgen im Schadensfall. Deshalb sollten Sie Ihre Haftpflichtversicherung frühzeitig über den Bau Ihres Pools im Garten informieren. So kann geprüft werden, ob Ihr aktueller Schutz ausreicht oder angepasst werden sollte. Das kann im Ernstfall entscheidend sein, etwa bei Unfällen oder Verletzungen im Wasser oder am Pool. Wichtig: Bei grober Fahrlässigkeit kann der Versicherungsschutz eingeschränkt sein.

Die Unterflurrolllade ist eine Poolabdeckung, die im Alltag kaum auffällt. Im eingezogenen Zustand bleibt sie unsichtbar, da sie aufgerollt in einem separaten, verdeckten Schacht im Becken liegt. Erst auf Knopfdruck fahren die Lamellen über die Wasseroberfläche. Diese bestehen meist aus PVC oder Polycarbonat, sind UV-beständig und verringern die Verdunstung. Da die Technik im Becken integriert ist, bleibt die Wasserfläche frei sichtbar. Geöffnet wirkt der Pool dadurch ruhig und aufgeräumt.
Sicherheit – was die Unterflurrolllade leisten kann
Die Lamellen sind stabil und können im ausgefahrenen Zustand eine gewisse Last tragen. Dennoch besteht vor allem im Randbereich die Gefahr, dass Kinder oder Haustiere ins Wasser fallen und unter die Rolllade rutschen. Eine Unterflurrolllade gilt daher nicht als zuverlässige Sicherheitsabdeckung. Eine zusätzliche Absicherung des Pools durch eine Grundstückseinfriedung oder eine verschließbare Zaunanlage ist deshalb aus haftungsrechtlichen Gründen notwendig.
Ein wichtiger Punkt bei der Wahl einer Unterflurrolllade ist die frühzeitige Planung: Da der Schacht direkt in den Pool integriert wird, muss diese Lösung bereits vor dem Bau berücksichtigt werden. Wenn eine Nachrüstung gewünscht ist, kommt eine Oberflurrolllade infrage. Sie wird sichtbar am Beckenende montiert und kann auch nachträglich installiert werden. In Bezug auf Wärmeschutz, Sauberkeit und Funktion bietet sie ähnliche Eigenschaften wie die Unterflurrolllade, ist jedoch optisch präsenter.
Die Coverseal ist eine vollautomatische Poolabdeckung, die mit Membrantechnologie arbeitet und sich per Knopfdruck bedienen lässt. Innerhalb einer Minute (je nach Poolgröße auch kürzer oder länger) spannt sich eine PVC-Membran über die gesamte Wasserfläche. Dadurch wird der Pool vollständig abgedeckt, Wärmeverluste werden reduziert und die Wasserverdunstung verringert. Gleichzeitig schützt die Abdeckung das Wasser vor Verschmutzungen, was den Pflegeaufwand senkt. Die Anlage nutzt integrierte Photovoltaik-Module zur Energieversorgung. Diese laden die Akkus automatisch, sodass kein fester Stromanschluss erforderlich ist. Je nach Einbausituation kann das System mit mehreren Solarmodulen ausgestattet werden. Alternativ ist das Aufladen der Akkus über ein Bodenladegerät möglich.
Sicherheit – was die Coverseal leisten kann
Im geschlossenen Zustand ist die Membran straff gespannt und kann auch im Randbereich von Haustieren, Erwachsenen und Kindern sicher betreten werden. Eine zusätzliche Absicherung ist trotzdem empfehlenswert, um beispielsweise Nachbarskindern keinen freien Zugang zu ermöglichen. Wichtig ist zudem, dass die Steuerung außerhalb der Reichweite von Kindern montiert wird, um ein unbeabsichtigtes Öffnen zu vermeiden.
Die Abdeckung lässt sich auch nachträglich durch einen Fachbetrieb installieren, oftmals ohne größere bauliche Veränderungen am Pool vorzunehmen. Im Vergleich zu integrierten Lösungen ist sie sichtbarer, erfüllt jedoch funktionale und sicherheitsrelevante Anforderungen.

Ein Pooldach schützt den Pool im geschlossenen Zustand vor Laub, Schmutz und Witterungseinflüssen. Gleichzeitig kann es die Badesaison verlängern, da Sonnenlicht durch die transparenten Elemente fällt und das Wasser zusätzlich erwärmt. Pooldächer sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, darunter mehrteilige und teleskopierbare Systeme. Beide Varianten bestehen aus mehreren Segmenten, die sich verschieben lassen. Bei mehrteiligen Pooldächern werden die Elemente einzeln bewegt, während sich bei teleskopierbaren Modellen die Segmente ineinanderschieben lassen. So kann der Pool je nach Bedarf vollständig geschlossen, teilweise geöffnet oder komplett freigelegt werden. Die Bedienung erfolgt manuell oder elektrisch.
Sicherheit – was ein Pooldach leisten kann
Im vollständig geschlossenen Zustand verhindert ein Pooldach den direkten Zugang zum Wasser. Dadurch kann es die Sicherheit deutlich erhöhen. Eine zusätzliche Sicherung des Gartens durch Grundstückseinfriedungen oder eine verschließbare Zaunanlage ist trotzdem aus haftrechtlichen Gründen sinnvoll.
Ein Pooldach benötigt ausreichend Platz, insbesondere im geöffneten Zustand. Es lässt sich nachrüsten und beeinflusst das Erscheinungsbild des Gartens stärker als flache Abdeckungen.
Ein fahrbares Pooldeck aus Holz dient sowohl als Abdeckung als auch als zusätzliche Nutzfläche im Garten. Im geschlossenen Zustand deckt es den Pool vollständig ab und bildet eine ebene Fläche, die sich beispielsweise als Liege- oder Sitzbereich nutzen lässt. Je nach Größe des Pools besteht das Deck aus einer durchgehenden Fläche oder aus mehreren Elementen, die sich ineinanderschieben lassen. Die Bewegung erfolgt manuell oder elektrisch.
Sicherheit – was ein Pooldeck leisten kann
Im geschlossenen Zustand kann das Pooldeck betreten werden. Der Zugang zum Wasser ist vollständig versperrt, sodass ein Hineinfallen verhindert wird. Gleichzeitig schützt das Deck das Poolwasser vor Verschmutzungen und reduziert Wärmeverluste. Es kann nachträglich installiert werden und ist ein echter Blickfang im Garten. Aus haftrechtlichen Gründen empfehlen wir zur zusätzlichen Sicherung des Gartens Grundstückseinfriedungen oder eine verschließbare Zaunanlage.

Welche Poolabdeckung am besten zu Ihnen passt, hängt letztlich von Ihren individuellen Bedürfnissen und den persönlichen Sicherheitsanforderungen ab. Sprechen Sie uns an. Wir begleiten Sie von der ersten Beratung bis zur fertigen Umsetzung. Kontaktieren Sie uns unverbindlich.
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